Kapazität
Cognitive Capacity (C) bezeichnet verfügbare aufgabenrelevante Schlussfolgerungsoperationen. Kapazität ist nicht dasselbe wie momentane Aktivierung.
ARM-3 untersucht, welche kognitiven Ressourcen verfügbar sind, wie stark sie situativ mobilisiert werden und wie evidenzsensitiv diese mobilisierte Kognition unter motivationalem Revisionsdruck reguliert bleibt.
ARM-3 versteht sich nicht als Neuerfindung menschlicher Rationalität, sondern als integrativer Forschungsansatz. Erkenntnisse aus Philosophie, Kognitionswissenschaft und Psychologie werden zusammengeführt, um Wechselwirkungen bekannter Mechanismen besser zu verstehen und daraus empirisch überprüfbare Hypothesen abzuleiten. Wissenschaftliche Perspektiven sollen miteinander ins Gespräch kommen, nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Cognitive Capacity (C) bezeichnet verfügbare aufgabenrelevante Schlussfolgerungsoperationen. Kapazität ist nicht dasselbe wie momentane Aktivierung.
Cognitive Activation (CA) ist die zustandsabhängige Mobilisierung verfügbarer Ressourcen – nicht Fähigkeit, Need for Cognition oder Antwortgenauigkeit.
MC, MRC und TA werden getrennt gemessen. MPP bezeichnet nur die theoretische Klammer dieser schutzrelevanten Konfiguration – keinen Score.
Modellkorrektur und Modellschutz werden aus theorieneutralen Outcomes wie Evidenzgewichtung, Suche, Standards, Konfidenz und posterioren Überzeugungen erschlossen.
Die Modussprache ist den dimensionalen Variablen nachgeordnet. Eine Person kann über Domänen, Evidenzbedingungen und motivationale Kontexte unterschiedliche Muster zeigen.
Modi im Detail →Reflektive Kapazität erscheint verfügbar, wird aber vergleichsweise wenig mobilisiert.
Nicht aus schlechter Leistung allein ableitbar und keine Aussage über geringe Intelligenz.
Aktive Kognition bleibt gegenüber Evidenzqualität und stabilen Bewertungsstandards responsiv.
Entscheidend ist Proportionalität zur Evidenz – nicht maximale Revision oder chronischer Zweifel.
Aktive Kognition zeigt unter motivational relevanten Bedingungen bevorzugten Modellschutz.
Der Modus wird nicht aus Widerspruch oder Beharrlichkeit allein erschlossen, sondern aus motivational kontingenter epistemischer Asymmetrie unter kontrollierter Evidenz.
Unter schutzrelevanten Bedingungen kann stärkere Mobilisierung verfügbarer kognitiver Ressourcen entweder evidenzsensitive Korrektur oder gerichtet selektiven Modellschutz unterstützen.
Model-Protection Pressure ist eine theoretische Klammer um getrennt gemessene Antezedenzien. CF und EMC liegen außerhalb dieser Klammer als mögliche Regulatoren.
ARM-3 unterscheidet stabile zwischenpersonale Tendenzen von situativer Variation. Breitere Attraktor-, Entwicklungs- und Lebenszyklusmodelle gehören ausdrücklich zur theoretischen Erweiterung, nicht zur Foundation v1.1.3.
Priors, Quellenzuverlässigkeit und Aufgabenstruktur werden berücksichtigt.
Revision kann motivational folgenreich werden.
Erst beobachtbares epistemisches Verhalten erlaubt eine höhere Interpretation.
Die stärkste spezifische Vorhersage von v1.1.3 ist eine positive preregistrierte Interaktion zwischen randomisierter Aktivierungsförderung und randomisiertem Schutzdruck auf Evidence Weighting Asymmetry (EWA), sofern die unabhängigen First-Stage-Prüfungen erfolgreich sind.
Hypothesen & Falsifikation →Modellschutz wird nicht aus bloßer Nicht-Revision, sondern relativ zu Evidenz, Priors und Quellenzuverlässigkeit identifiziert.
ARM-3 muss gegen einfachere Modelle und starke Engagement-×-Motivations-Rivalen bestehen.
Wenn Konstrukte oder Kerninteraktion scheitern, soll das Modell vereinfacht statt immunisiert werden.
Der bestehende 94-Item-Test bleibt für Forschung und Rückwärtskompatibilität verfügbar, ist aber keine validierte Operationalisierung des eingefrorenen Core Papers.